Teilhabe ist Menschenrecht – Lebenshilfe Detmold e.V. beteiligt sich an Bundeskampagne zur Eingliederungshilfe

Die Lebenshilfe Detmold e.V. unterstützt die bundesweite Kampagne „Teilhabe ist Menschenrecht“ der Bundesvereinigung Lebenshilfe. Im Mittelpunkt steht die Eingliederungshilfe als zentrale Grundlage für selbstbestimmte Teilhabe von Menschen mit Behinderung am gesellschaftlichen Leben.
Die aktuelle politische Diskussion um Einsparungen im Sozialbereich betrifft keine abstrakten Haushaltszahlen, sondern ganz konkrete Lebensrealitäten. Genau deshalb beteiligt sich die Lebenshilfe Detmold e.V. an der Bundeskampagne zur Sicherung der Eingliederungshilfe. Denn Teilhabe darf nicht unter Finanzierungsvorbehalt stehen, sie ist ein Menschenrecht und Menschenrechte stehen nicht zur Disposition.
Eingliederungshilfe schafft die Voraussetzungen dafür, dass Menschen mit Behinderung gleichberechtigt leben können. Sie finanziert notwendige Assistenzleistungen in allen Lebensbereichen: in der Gemeinschaft, bei der Arbeit, in der Schulinklusion sowie im Bereich Wohnen – vom selbstbestimmten Leben in der eigenen Wohnung bis hin zu besonderen Wohnformen.
Ohne diese Unterstützung wäre gesellschaftliche Teilhabe für viele Menschen nicht möglich. Eingliederungshilfe ist kein freiwilliges Extra und kein Luxus, sondern ein zentrales Instrument zur Umsetzung von Selbstbestimmung und Gleichberechtigung.
Als einer der größten sozialen Träger der Region begleitet die Lebenshilfe Detmold e.V. mit über 550 Mitarbeitenden mehr als 1000 Menschen mit geistiger, psychischer und mehrfacher Behinderung und Unterstützungsbedarf. In besonderen Wohnformen und mit Assistenz in der eigenen Häuslichkeit ermöglicht sie eigenständige Lebensführung. In Werkstätten und im Berufsbildungsbereich schafft sie Teilhabe am Arbeitsleben. Durch Kindertagesstätten und Inklusionsassistenz unterstützt sie Kinder und Jugendliche im Alltag. All diese Angebote sind Leistungen der Eingliederungshilfe und sichern täglich konkrete Teilhabe in unserer Region.
Die gestiegenen Kosten ergeben sich aus tariflichen Entwicklungen sowie allgemeinen Preissteigerungen bei Sach- und Betriebskosten. Sie stehen nicht im Zusammenhang mit einer Ausweitung von Leistungen, sondern spiegeln die allgemeine wirtschaftliche Entwicklung wider.
Wenn bei diesen Leistungen gekürzt würde, hätte das direkte Folgen: weniger Assistenz, weniger Selbstbestimmung, weniger gleichberechtigte Teilhabe. Die Kampagne macht deutlich, dass politisches Handeln gefragt ist. Sie ruft dazu auf, sich zu informieren, Haltung zu zeigen und entschlossen für den Erhalt notwendiger Unterstützungsleistungen einzutreten.
Eine inklusive Gesellschaft, in der es normal ist, verschieden zu sein, braucht verlässliche Rahmenbedingungen für die Eingliederungshilfe. Deshalb setzen wir gemeinsam mit der Bundesvereinigung Lebenshilfe ein Zeichen – für Menschenrechte, für Teilhabe und für eine Gesellschaft, die niemanden zurücklässt.
