Eröffnung Kita Wiesenwichtel
Wiesenwichtel ziehen ein: Neue inklusive Kita der Lebenshilfe Detmold feierlich eröffnet
Nach intensiver Bauzeit hat die Lebenshilfe Detmold am 1. September ihre neue inklusive Kindertageseinrichtung „Kita Wiesenwichtel“ offiziell eingeweiht. Zur Eröffnung sprachen Vertreter*innen aus Stadt, Trägerschaft und Aufsichtsrat – und würdigten ein Projekt, das Inklusion, Ruhe und Vielfalt unter einem Dach vereint.
Eswar ein Nachmittag voller Wärme, kindlicher Stimmen und gesellschaftlicher Haltung: Am 1. September 2025 wurde die neue Kita Wiesenwichtel in der Marie-Curie-Straße offiziell eröffnet. Mitten in einem entstehenden Quartier nahe des Detmolder Gildezentrums hat die Lebenshilfe Detmold einen Ort geschaffen, der für viele Familien mehr ist als nur eine Kindertagesstätte: ein Raum der Begegnung, der Entfaltung, der Ruhe – und ein starkes Zeichen für gelebte Inklusion.
Bereits seit Anfang August werden die ersten Kinder in drei altersgemischten Gruppen betreut: bei den Siebenschläfern, Waschbären und Bibern. Die Gruppenräume folgen einem bewusst reizarmen Konzept, das Kindern mit und ohne Unterstützungsbedarf Orientierung und Rückzug bietet. Die Einrichtung ist barrierefrei, das pädagogische Konzept orientiert sich an partizipativer Alltagsgestaltung und einer besonderen Haltung zum Kind.
„Genau in so einem Moment“, sagte Maximilian Seidel, kaufmännischer Vorstand der Lebenshilfe Detmold, „vergisst man schnell den ganzen Stress der Bauzeit. Wenn die Räume mit Leben gefüllt sind, spürt man, wofür sich die Anstrengung gelohnt hat.“ Seidel dankte der Stadt, der Petri-Stiftung und insbesondere dem Team um Leiterin Sandra Danger: „Es war eine anstrengende Phase – aber sie hat sich ausgezahlt.“
Sandra Danger selbst sprach von einem Lebenstraum, der Wirklichkeit wurde: „Wir haben bewusst einen Ort geschaffen, an dem jedes Kind in seinem eigenen Tempo die Welt entdecken darf“, sagte sie. „Die Stimme der Kinder fließt in unseren Alltag ein. Entscheidungen werden gemeinsam getroffen. Vielfalt wird bei uns nicht nur akzeptiert, sondern täglich gelebt.“ Besonders hob sie die Arbeit ihres Teams und die intensive Einbindung der Eltern hervor.
Auch Stephanie Kleine, pädagogische Vorständin, betonte die Vision hinter dem Projekt: „In unserer Vision treiben uns Interesse am Anderen und Freude an Einzigartigkeit an. Die Kita Wiesenwichtel soll ein Ort sein, an dem Kinder sich vorurteilsfrei begegnen – und dadurch lernen, sich selbst und anderen empathisch zu begegnen.“ Wer früh respektvoll mit Unterschiedlichkeit umgeht, so Kleine, trage diese Haltung ins ganze Leben.
Detmolds Bürgermeister Frank Hilker nannte die Kita ein „weiteres starkes Signal für den Standortfaktor familienfreundliches und inklusives Detmold“ und würdigte das Engagement des Trägers: „In Zeiten, in denen die Finanzierung von Kitas alles andere als einfach ist, ist es nicht selbstverständlich, dass eine Einrichtung wie die Lebenshilfe die Verantwortung für eine weitere Kita übernimmt.“ Die Stadt habe gemeinsam mit dem Träger nicht nur über Inklusion gesprochen – sondern gehandelt.
Friedel Heuwinkel, Aufsichtsratsvorsitzender der Lebenshilfe, schlug den Bogen zur langfristigen Strategie des Trägers: „Dass wir als Aufsichtsrat den Weg der Kita-Erweiterung mitgegangen sind, war eine bewusste Entscheidung. Denn das Leben beginnt bei den Kleinsten – und gute Bildung von Anfang an legt das Fundament für alles Weitere.“ Er dankte insbesondere Sandra Danger für ihre Ideen und ihr Engagement, dieses Konzept mit Leben zu füllen.
Die Baukosten für das Projekt betrugen rund 2,2 Millionen Euro. Die Finanzierung erfolgte durch Eigenmittel, Förderprogramme und die Unterstützung der Petri-Stiftung, die das Grundstück zur Verfügung stellte. Neben den drei Gruppenräumen bietet die Kita unter anderem einen Snoezelraum, strukturierte Bewegungsflächen, eine aufsuchende Elternarbeit und zahlreiche Möglichkeiten zur Beteiligung.
Die Plätze sind nahezu vollständig belegt, einige wenige Restplätze sind derzeit noch verfügbar. Interessierte Familien können sich direkt an die Lebenshilfe Detmold wenden.

