Grünes Licht für neue Wohnstätte
Das lange Warten der Menschen mit Behinderung auf barrierefreien Wohnraum in Hiddesen hat bald ein Ende: Die Lebenshilfe Detmold habe von der Stiftung Wohlfahrtpflege nun endlich grünes Licht für den Neubau der Wohnstätte „Haus Sauerländer“ erhalten, berichtete Geschäftsführer Bernd Conrad während der Mitgliederversammlung in der Werre-Werkstatt Schönemark. In dem Gebäude an der Heidentalstraße sollen 24 Menschen mit Behinderung eine neue Heimat finden. Das Projekt wird gemeinsam mit dem Verein "Autismus OWL" mit Sitz in Bielefeld realisiert.
Die neue Wohnstätte werde allerdings bei weitem nicht den kompletten Bedarf an Wohnraum für Menschen mit Behinderung decken, betonte Conrad.
Im Gegenteil: 50 weitere Personen warteten auf einen Platz. Da der Landschaftsverband aber keine weiteren Wohnstätten in bisheriger Form finanzieren werde, suche die Lebenshilfe nun gemeinsam mit dem Kostenträger nach alternativen Möglichkeiten.
Einen weiteren personellen Zuwachs hätten auch die Werkstätten der Lebenshilfe mit inzwischen 834 Mitarbeitern verzeichnet, sagte Conrad.
Zunehmende Nachfrage registriere auch die Beratungsstelle für Menschen mit Behinderung. Nach erfolgreicher Starthilfe durch die Aktion Mensch werde diese Einrichtung nun mit Unterstützung des Kreises Lippe durch die Lebenshilfe finanziert.
Lebenshilfe-Vorsitzender Hermann Hibbeler ging auf die Weiterentwicklung des Kindertagesstätten-Angebots ein: Durch die Übernahme der "Flohkiste"
unterhalte die Lebenshilfe zusätzlich zur heilpädagogischen Marianne-Frostig-Kindertagesstätte nun auch eine integrative Einrichtung. Insgesamt würden derzeit in den Lebenshilfe-KiTas 86 Kinder betreut, darunter 36 mit Behinderung. Geschäftsführer Conrad wies allerdings darauf hin, dass sich diese Struktur in zwei Jahren erneut ändern werde: Aufgrund einer Vereinbarung zwischen den Jugendämtern von Stadt und Land sollen in der Marianne-Frostig-Kita auf Gut Johannettental in Zukunft auch Kinder ohne Behinderung betreut werden.
Hermann Hibbeler gab auch einen Ausbilck auf die 50-Jahr-Feier der Lebenshilfe im Jahr 2012: Von November an sollen mehrere Veranstaltungen stattfinden, um das Jubiläum zu würdigen. Der Vorsitzende ehrte direkt im Anschluss einige Mitarbeiter, die einen Großteil dieser langen Zeit der Lebenshilfe treu waren: Für 45-jährige Zugehörigkeit zeichnete er Andreas Brand, Friederike Capelle, Alfons Elsner, Michael Kleinholz, Udo Krücke, Marita Meyer, Susanne Otto, Christine Peuker, Frank Pohle, Monika Schubert und Uwe Stölting aus. Silbernes Lebenshilfe-Jubiläum feierten bei der Mitgliederversammlung Ralf Brinkmann, Gerhard Heistermann, Roswitha Kaminiarz, Martin Kossina, Gisela Schäfer und Ayse Tali. Für 35-jährige Zugehörigkeit wurden Heike und Uwe Albeke, Helga Behling, Thomas Bendfeld, Annegret Möller, Monika Niemitz, Roman Petrowski, Annette Schrey und Petra Strüwing geehrt.